Chronik

Gründungsmitglieder Im Jahre 1969 suchten einige Schüler einer auseinander gebrochenen Taekwon-Do Gruppe, die vom Großmeister Soo Mong Soo trainiert wurden, einen neuen Trainer. Zu dieser Zeit war Taekwon-Do noch relativ wenig bekannt und geeignete Trainer gab es sehr wenige. Einer der wenigen Meister war…Hermann Josef Lehsmeister 1. Dan Taekwon-Do, der an der Volkshoch-schule Übach/Palenberg als Dozent für Asienkampfsport unterrichtete und auch Mitbegründer des in Alsdorf 1965 gegründeten TKD Club war.

An diesen wandten sich diese Gruppe mit der Bitte, sie in Taekwon-Do zu unterrichten. Nach einem grundlegenden Gespräch wurde man sich schnell einig, der Grundstein einer neuen, aufstrebenden Gemeinschaft war gelegt. Am 15. Oktober 1969 gründete Hermann J. Lehsmeister mit diesen Schülern das Taekwon-Do Center Baesweiler Danriyoku 1969 – trainiert wurde im evangelischen Jugendheim, dem späteren Karton an der Grabenstraße in Baesweiler und dem evangelischen Jugendheim Setterich.

Die Begründer waren: Hermann J. Lehsmeister – Dieter Keller – Rolf Goldau – Josef Kotzyba – Dieter Schmaklowski und Michael Hafertz. Ihre Zielsetzung war es, Taekwon-Do in seinem Ursprung zu erhalten und zu verbreiten.

Schon bald konnte sich diese kleine Gruppe ausdehnen und sich einen respektablen Namen erarbeiten. Eine weitere Festigung wurde durch den Anschluß an die Internationale Judo-Jujutsu Liga ( I.J.J.L.-WTO ) Sektion Germany erreicht. Diese Tatsache führte natürlich zu einem verstärkten Zuwuchs an Mitgliedern, der Trainingsort im Jugendheim wurde zu klein und man wechselte in die Sporthalle im Ortsteil Oidtweiler. Der Ruf und die Erfolge des Vereins wurde durch die Berufung ihres Trainers ( Meisters ) H.J.Lehsmeister zum Landesbeauftragten für Tae- Kwon Do in der IJJl-WTO Sektion Germany im Jahre 1972 unterstrichen.

Gründungsmitglieder Da H.J.lehsmeister neben Taekwon-Do noch die koreanische ” Kampfkunst ” Hap-Ki-Do erlernt hatte und auch unterrichtete, beschloß man im Sportangebot auch diese ” Kampfkunst ” der Öffentlichkeit vorzustellen – und man führte am 20.10.1974 erstmals einen Lehrgang durch. Seit dieser Zeit war Hap-Ki-Do fester Bestandteil im Sportangebot des Vereins. Die erzielten Erfolge waren Merkmale guter Leistungsbereitschaft der Mitglieder und man durchbrach die ” Schallmauer ” von 200 Mitgliedern. Der Verein war nicht nur leistungsmäßig einer der stärksten Vereine in Deutschland, sondern auch hinsichtlich der Mitgliederzahlen. Dieser Umstand führte zwangsweise zu einem erneuten Wechsel der Trainingsstätte, denn die Halle in Oidtweiler war für 275 Mitglieder zu klein geworden, man wechselte 1978 in die Sporthalle Grengracht an der Maria-Straße.

Der Verein stellte Deutsche Verbandsmeister – Landesmeister – Kreismeister und wurde 1978 in Krefeld Vize Europa-Meister im Mannschaftskampf der IJJL-WTO-Sektion Germany. Die ersten Danträger die aus diesem Verein hervorgingen waren für Taekwon-Do: Dieter Keller -Rolf Goldau. Für Hap-Ki-Do: Hermann Peters und Klaus Gillessen. Zu den später folgenden Dan- Träger darf man einen Namen nicht unerwähnt lassen; Hans Kockelkorn der in Hameln als bester Teilnehmer seine Prüfung zum 1. Dan Hapki-Do bestand. Das er der beste Teilnehmer war, ist es nicht was ihn so auszeichnete, es war vielmehr die Tatsache, daß er beinamputiert war. Diese Tatsache und seine Leistung veranlaßte die Prüfungskommission ( bestehend aus allen Budo-Bereichen ), Hans Kockelkorn in Anerkennung seiner Leistung auch den 1. Dan Ju-Jitsu zu verleihen. In den Folgejahren setzte der Verein einige Zeichen: er stellte den jüngsten Dan-Träger mit dem erst 12 jährigen Sohn des Trainers, Jörg Lehsmeister und der 1. Frau mit dem 1. Dan in Hap-Ki-Do..Annemarie Lehsmeister.

Im Jahre 1975 änderte man den Namen des Vereins in Taekwon-Do Center Han Kook Baesweiler 1969- da die Bezeichnung Danriyoku japanisch war, und da man ja eine koreanische Kampfsportart trainierte, eine japanische Bezeichnung nicht korrekt war.

Die nächsten Jahre verschonten auch den Verein nicht vom starken Wechsel der Mitgliederzahlen, eine Wandlung der Interessen begann sich abzuzeichnen. Im Jahre 1981 faßte man den Entschluß sich aus der IJJL-WTO Sektion Taekwon-Do zu lösen und sich dem offiziellen anerkannten Taekwon-Do Verband im Deutschen Judo-Bund ( DJB ) anzuschließen, der ebenfalls im gleichen Jahr eine Loslösung aus dem DJB anstrebte ( und das war auch der eigentliche Grund sich neu zu orientieren) und im Sommer 1981 in Frankfurt die Deutsche Taekwon Do Union gegründet wurde

Die Taekwon-Do Abteilung des Vereins wurde somit Mitglied der DTU und der NWTU- wogegen die Hapki-Do Abteilung weiter in der I.J.L.-WTO verblieb, da man hier keinen Grund für einen Verbandswechsel sah, der einen Wechsel sinnvoll erscheinen ließ.

Für den Raum Aachen trug der Verein maßgeblich an der Verbreitung und das Verständnis für Taekwon Do – Hapki-Do in der Öffentlichkeit durch Turnier – Veranstaltungen, Lehrgängen und Wohltätigkeistveranstaltungen bei. So sind auch einige der ehemaligen Mitglieder des Vereis noch heute in den umliegenden Vereinen und Schulen als Trainer tätig.

In den letzten Jahren verstärkte man den Bereich Lehrgänge für Frauen – Selbstverteidigung, erreichte dadurch einen hohen Bekanntheitsgrad, so daß 1983 sogar der Sat 1 Sender aufmerksam wurde und man mit einer 10 menütige Sequenz einer Filmdokumentation eingebaut wurde.

Untrennbar mit der Entwicklung im Taekwon-Do & Hapki-Do Bereich für den Raum Aachen ist der Name eines Mannes, den man ” Vater der koreanischen Kampfkünste ” nennen darf; Hermann Josef Lehsmeister. Er steht für Qualität und ist immer bemüht im Sinne des Do-Gedankens für die Ziele der Kampfkünste und deren Verbreitung einzutreten. Er war Mitbegründer der NWTU sowie des Budo Dachverbandes NRW ( war deren Vizepräsident bis er sich aus persönlichen Gründen aus dem Funktionärswesen dieser Verbände verabschiedete). Doch auf internationaler Ebene blieb er weiter für den Hapki-Do Sport tätig.

Einer seiner wichtigsten Ziele ist die Jugendarbeit, denn er sieht gerade in den asiatischen ” Kampfkünsten ” eine für die heranwachsende Jugend, Möglichkeiten der Persönlichkeitsbildung, der Stärkung des Selbstvertrauens und der Vermittlungen von Werten wie: Fairneß, Höflichkeit, Achtung, Strebsamkeit, Toleranz usw. Voraussetzung ist allerdings die Qualifikation des Trainer ( Meisters ) der didaktisch seine Schüler unterrichten kann, die Philosophie der Kampfkünste verstanden hat, und sie auch glaubwürdig vermitteln kann. Neben dem allgemeinem Training bietet der Verein regelmäßig Fortbildungslehrgänge und Lehrgänge für die Allgemeinheit an, wo als herausragendes Beispiel die Lehrgänge für Frauenselbstverteidigung innerhalb des Aktiv-Urlaubs der Stadt Baesweiler zu nennen ist.

Im Jahre 2000 wurde H. J. Lehsmeister für seine Verdienste um die Förderung er koreanischen “Kampfkünste” und der unermüdlichen Jugendarbeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Und wurde von der Regionalpresse zusätzlich mit dem “Titel Menschen 2000″ geehrt.

Nach langer Zurückhaltung bezüglich der Wettkampfbeteiligung faßte man im gleichen Jahr den Entschluß, sich wieder an Wettkämpfen zu beteiligen. Schon bei den ersten Beteiligungen konnte man sich in ” alter Manier” vorstellen, waren wieder bei nationalen und Internationalen Meister-schaften auf den vorderen Plätzen zu finden. Man beteiligte sich ausschließlich an Formen Meisterschaften, wo man Internationale Meister, Deutsche Meister, Deutsche Vizemeister in den verschiedensten Disziplinen wie: Hardsytel – Show – Waffen – Synchron Formen hervorbrachte. Gekrönt wurde alles durch den Europameister Titel Jugend von Christian Leistekow bei der European Interstyle Championships in Rheindahlen 2003. Wir als Verein sind immer bemüht, für unsere Jugend ein positives Vorbild zu sein und für alles offen ist.