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17 | 04 | 2009

Wurzeln des Hapki-Do

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Die Wurzeln des HapKi-Do

Die Wurzeln des HapKi-Do

Hapki-Do hat inzwischen seine Entwicklung auf der ganzen Welt erfahren und es haben sich die verschiedensten Gruppierungen und Verbände gebildet, die sich untereinander bekämpfen indem sie von sich behaupten, allein weltweit anerkannt zu sein. Durch solcher egoistischen Denkensweise schaden wir der weiteren Entwicklung des Hapki-Do. Ein mehr an Miteinander als Gegeneinander wäre hier angebracht. Doch es gibt immer mehr Menschen, die eine Selbstverteidigungskunst trainieren und einen schwarzen Gürtel tragen und immer noch nicht verstanden haben, was dieser Gürtel bedeutet. Nur durch Vorurteile geprägt zwischen “meine” und “deine” Kampfkunst unterscheiden- denken dabei nur an die Äußerlichkeiten wie: Treten, Schlagen, Werfen usw., den anderen besiegen zu können und an Bruchteste.

Ein schwarzer Gürtel zeugt zum einen von einem gewissen Können, aber auch vom Wissen um der Bedeutung des Wortes Do, dem Weg des Lernens, der Harmonie zwischen Körper und Geist. Die Kunst des Hapki-Do wird nicht mehr vordergründig genutzt um sich verteidigen zu können, sondern dient mehr dem Materialismus.

Viele der sogenannten Meister sehen nur ihren eigenen Fortschritt und ihre eigenen Vorteile, unterrichten nur noch die Äußerlichkeiten der Kampfkunsttechniken. Es wird Zeit, sich wieder auf den Gedanken des Do zu besinnen, die Tradition und Philosophie dieser Kampfkünste wachzuhalten, auch wenn der Leistungssport in unserer Gesellschaft mehr an Bedeutung beigemessen wird.

Die Wurzeln der Kampfkünste und die damit verbundene Möglichkeit der Selbstverteidigung reicht wie wir inzwischen erfahren konnten, mehrere Jahrhunderte zurück. Die Kampfkünste waren zur Zeit der Anfänge geheim und oft berühmt, wurden von Mythen umsponnen.

Die Entstehung dieser Kampfkünste war keine zufällige Eingabe von meditierenden Mönchen sondern wurden geboren aus der Gefahr und dem Gedanken, sich dagegen erfolgreich wehren zu können. Sie waren ein Produkt intelligenter Menschen, die diese Techniken entwickelten. Ihre Ideen waren und sind noch heute die Zielsetzung, um sich durch eine fundierte und effektive Selbstverteidigung gegen einen Aggressor erfolgreich verteidigen zu können. Wobei sich aber auch eine ausgewogene Lebensphilosophie, Natur und Sozialwissenschaft, einer effizienten praxisbezogene Heilkunst, der Musik, der Malerei und Kaligraphie etablieren konnte.

Aus der Not heraus sich verteidigen zu können und unter der Prämisse einer Lebensbejahenden Philosophie, wurden diese Kampfkünste dann weiter entwickelt. Eine asiatische Weisheit der damaligen Zeit verdeutlicht den Charakter dieser Kampfkünste:

  • Sich selbst zu besiegen bedeutet – weise zu sein,
  • andere zu besiegen bedeutet – stark zu sein,
  • doch Standfestigkeit und Beständigkeit ist der Quell des Lebens

Das waren die wahren Gründe dieser Kampfkünste und deren Lehren zu entwickeln, sie schließlich in die Hände einflußreicher Menschen, Fürsten, Prinzen und Generäle zu geben, wo sie dann oft zur Machterhaltung mißbraucht wurden.

Hapki-Do ist in seinem Ursprung neben Hwarang-Do und Taekwon-Do auch ein Produkt jener Zeit, beinhaltet aber neben all den Techniken einen “hohen ethischen Grundgedanken.” Man kannte verschiedene Kampfkünste, hatte zumindest von ihnen gehört und wollte demzufolge, mit einer konsequenten Analyse der bereits bestehender Kampfkünste, ein neues System schaffen, daß diese überlegen war.

Diese Analyse ergab natürlich jeweils eine Reihe von “Vor bzw. Nachteile”. Sogenannte “harte Kampfkunstformen” wie Taekwon-Do, Karate hatten zwar große Kraft und Explosivität, aber wegen der Körpermasse die bewegt werden muß, sehr anfällig für Konteraktionen waren.

Die “weichen Kampfkunstformen” hatten wiederum nicht genügend Kraft um einen Kampf schnell und effektiv beenden zu können. Ein effektives “Kampfsystem” mußte, so hatte man erkennen müssen, die Vorteile dieser Systeme in sich zu vereinen und deren Nachteile zu annullieren. Dementsprechend wurde jedem klar, daß man in der neuen Kampfkunst die Schlagkraft und Explosivität dieser harten Systeme brauchen würde, um im Kampf bestehen zu können, und dennoch, die Beweglichkeit und Geschmeidigkeit der weichen Systeme benötigt, um flexibel auf jede Situation reagieren zu können.

Die Techniken mußten so konzipiert werden, daß man Ziele schnell und direkt mit größter Effektivität erreichen, aber auch jederzeit in der Lage war, blitzschnell auf jede veränderte Situation entsprechend reagieren zu können, um die Aktion erfolgreich beenden zu können.

Durch genaue Beobachtungen hatte man schnell erkannt, daß man den ersten physischen Kontakt eines Kampfes nutzen kann, um den Gegner in seiner Absicht zu durchschauen, ihn zuvor zu kommen, ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen, ihn durch bestimmte Hebeltechniken zu kontrollieren, “leichte” und “schwere” Verletzungen zuzuführen, oder ihn auch kompromißlos im Kampf zu töten.

Als theoretische Grundlage dieser Kampfkunst und ihrer Lehre, sollte das große Wissen der Medizin, der Psychologie, der Alchemie, der Beobachtung der Natur mit all ihren Erscheinungsformen, der vorhandenen Technologien sowie der bekannten Kampfkünste dienen.

Hapki-Do ist in sich zwar ein eigenständiges System der Kampfkunst, dennoch sind seine Wurzeln geschaffen aus der Vielfalt der damals bekannten Kampfkünste und der heutigen Weiterentwicklung. Die Geschichte des Hapki-Do kann man am besten so umschreiben:” Es ist als wenn man eine wilde Rose veredeln möchte.

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